Dietzen Hasverwaltungs GmbH

Haftung für Folgeschäden am Gemeinschaftseigentum durch unterlassene Instandsetzungsmaßnahmen am Sondereigentum

„§ 14 Nr. 1: Jeder Sondereigentümer ist verpflichtet, von den im Sondereigentum stehenden Gebäudeteile …. nur in solcher Weise Gebrauch zu machen, dass dadurch keinem anderen Wohnungseigentümer …. ein Nachteil erwächst.“

Auch auf den Sondereigentümer kann ein Schadensersatzanspruch der Gemeinschaft zukommen. Der Sondereigentümer ist verpflichtet, sein Sondereigentum so instand zu halten, dass dadurch keinem anderen Eigentümer bzw. der Gemeinschaft ein Schaden entsteht. Er ist alleine für die Instandhaltung des Sondereigentums verantwortlich und muss für alle daraus folgenden Schäden aufkommen.

Ein typischer Fall sind die Silikonfugen des Wandanschlusses zwischen Fliesen und Wand eines Balkons. Der Plattenbelag und die Silikonfugen sind Sondereigentum. Silikonfugen sind Wartungsfugen und müssen regelmäßig auf Dichtigkeit geprüft werden. Dies trifft auch auf die Betonfugen zwischen den Fliesen zu. Immer wieder entstehen an gemeinschaftlichem Eigentum  Folgeschäden durch eindringendes Wasser, weil Fugen undicht sind. Die Schäden können erheblich sein. Hierfür haftet der Sondereigentümer als Verursacher. Es handelt sich hierbei nicht um sogenannte Zufallsschäden, für die keine Zahlungspflicht bestehen würde, da die Verpflichtung auf regelmäßige Kontrolle unabdingbar ist und auch nur durch den Sondereigentümer vorgenommen werden kann.

Dies trifft auch zu auf Schadensfälle an gemeinschaftlichen Gebäudeteilen (z.B. Risse an tragenden Wänden), die sich im Sondereigentum befinden, die der Sondereigentümer nicht dem Verwalter meldet.